Laser haben sich in vielen Zahnarztpraxen als Ergänzung zu klassischen Instrumenten etabliert. Mit gebündeltem Licht lassen sich Bakterien reduzieren, Weichgewebe präzise schneiden und Blutungen stillen – oft schonender als mit Skalpell oder Bohrer.
Unsere Zahnärzte in Berlin-Mitte erklären, wie Laser in der Zahnmedizin funktionieren, welche Lasertypen es gibt, wofür sie eingesetzt werden und wo ihre Grenzen liegen.
INHALTSVERZEICHNIS
- Was ist ein Laser?
- Welche Laser gibt es in der Zahnmedizin?
- Der Diodenlaser im Detail
- Wofür werden Laser eingesetzt?
- Vorteile einer Laserbehandlung
- Grenzen und Nachteile
WAS IST EIN LASER?
Laser steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ – also Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlung. Vereinfacht gesagt ist ein Laser stark gebündeltes Licht einer bestimmten Wellenlänge. Je nach Wellenlänge wird das Licht von unterschiedlichen Geweben aufgenommen, etwa von Wasser, Blutfarbstoff oder Zahnhartsubstanz. Darauf beruht die gezielte Wirkung in der Zahnmedizin.
WELCHE LASER GIBT ES IN DER ZAHNMEDIZIN?
- Diodenlaser: kompakt und vielseitig, vor allem für Weichgewebe und zur Keimreduktion, etwa in Zahnfleischtaschen oder Wurzelkanälen.
- Erbium-Laser (Er:YAG): wird stark von Wasser absorbiert und kann deshalb auch Zahnhartsubstanz und Knochen bearbeiten, zum Beispiel bei der Kariesentfernung.
- CO₂-Laser: ein Gaslaser für Schnitte im Weichgewebe.
- Softlaser: Laser mit geringer Leistung, die nicht schneiden, sondern Heilungsprozesse anregen sollen (Biostimulation).
DER DIODENLASER IM DETAIL
Diodenlaser sind Halbleiterlaser, die Strom direkt in Laserlicht umwandeln. Sie sind klein, energieeffizient und lassen sich in der Leistung fein einstellen – je nach Einstellung arbeiten sie schneidend oder mit niedriger Leistung zur Biostimulation. Ihr Licht wird gut vom Blutfarbstoff aufgenommen. Das hat zwei Vorteile: Bei Schnitten im Zahnfleisch verschließen sich kleine Gefäße sofort, sodass es kaum blutet, und keimbesiedelte Oberflächen lassen sich gezielt dekontaminieren. Für die Bearbeitung von Zahnschmelz ist der Diodenlaser dagegen nicht geeignet.
WOFÜR WERDEN LASER EINGESETZT?
- Parodontitisbehandlung: ergänzend zur mechanischen Reinigung, um Bakterien in den Zahnfleischtaschen zu reduzieren
- Wurzelbehandlung: zur zusätzlichen Desinfektion der Wurzelkanäle
- Oralchirurgie: für kleine Schnitte im Weichgewebe, etwa beim Freilegen von Implantaten oder beim Entfernen von Bändchen
- Implantologie: zur Behandlung von Entzündungen rund um Implantate
- Behandlung von Aphthen und Herpesbläschen
- Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse
- Kariesentfernung (mit dafür geeigneten Hartgewebslasern)
VORTEILE EINER LASERBEHANDLUNG
- präzises Arbeiten, gesundes Gewebe wird geschont
- wenig Blutung bei Eingriffen am Zahnfleisch
- keimreduzierende Wirkung
- häufig weniger Beschwerden und eine ruhige Wundheilung
- bei manchen Anwendungen ist weniger oder keine Betäubung nötig
GRENZEN UND NACHTEILE
Laser sind eine wertvolle Ergänzung, ersetzen aber nicht jede klassische Behandlung. Bei der Parodontitistherapie etwa bleibt die gründliche mechanische Reinigung die Grundlage, der Laser unterstützt sie. Nicht jeder Laser eignet sich für jede Anwendung, und die Wirkung hängt stark von der richtigen Einstellung und der Erfahrung der Behandelnden ab. Zudem werden Laseranwendungen von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht übernommen. Welche Vorteile der Laser in Ihrer Situation bringt, besprechen wir vorab mit Ihnen.
Sie möchten mehr über Laserbehandlungen und unsere weitere Dental-Hightech erfahren? Wir beraten Sie gerne persönlich in unserer Praxis in Berlin-Mitte.
Die Entwicklung in der Zahnmedizin beeindruckt mich immer wieder, und der Artikel über den Einsatz von Lasern hat mein Interesse geweckt. Die Präzision und Zahnschonung dieser Methode klingen vielversprechend, besonders für jemanden wie mich, der Zahnbehandlungen oft als unangenehm empfindet. Auch die Anwendung bei Parodontose und Wurzelbehandlungen zeigt, wie vielseitig diese Technologie ist. Das Vertrauen in moderne Hightech-Verfahren ist dabei entscheidend – ähnlich wie bei meiner LASIK-Behandlung, die für mich einen großen Unterschied gemacht hat. Es ist faszinierend zu sehen, wie Technik in der Medizin immer mehr Komfort und Effizienz ermöglicht. Toller Beitrag!
[…] Die systematische Parodontitistherapie ist in der Regel eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Ergänzend kann ein Laser zur Keimreduktion in den Taschen eingesetzt werden – mehr dazu im Beitrag Laser in der Zahnmedizin. […]