Zahnfarben: Tabelle, Farbskala und wie die Zahnfarbe bestimmt wird

Strahlend weiße Zähne gelten als Schönheitsideal – von Natur aus sind Zähne aber selten wirklich weiß. Zahnfarben kommen in vielen Schattierungen vor, von hellem Elfenbein bis zu einem kräftigen Gelb- oder Grauton. Damit sich Zahnfarben eindeutig beschreiben lassen, arbeiten Zahnärztinnen und Zahnärzte mit einer Farbskala, deren Bezeichnungen wie A1, A3 oder B2 Sie vielleicht schon einmal gehört haben.

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, welche Zahnfarben es gibt, was die Bezeichnungen in der Zahnfarben-Tabelle bedeuten, wie die Zahnfarbe bestimmt wird und welche Farbe nach einem Bleaching in Berlin realistisch ist.

INHALTSVERZEICHNIS

ZAHNFARBEN-TABELLE: DIE FARBSKALA VON A1 BIS D4

In Deutschland wird die Zahnfarbe meist mit dem klassischen Farbring bestimmt. Jede Farbe besteht aus einem Buchstaben und einer Zahl: Der Buchstabe steht für den Grundton, die Zahl für die Intensität – je höher die Zahl, desto dunkler und gesättigter die Farbe.

GruppeGrundtonFarbstufen
Arötlich-bräunlichA1, A2, A3, A3,5, A4
Brötlich-gelblichB1, B2, B3, B4
CgräulichC1, C2, C3, C4
Drötlich-grauD2, D3, D4

Die meisten natürlichen Zähne liegen in der A-Gruppe. Viele Erwachsene haben eine Zahnfarbe im Bereich von A2 bis A3 – A3 ist also kein schlechter Wert, sondern ein ganz normaler, natürlicher Zahnton.

WELCHE ZAHNFARBE IST DIE HELLSTE?

Weil die Buchstaben unterschiedliche Grundtöne beschreiben, lassen sich die Farben nicht einfach von A1 bis D4 durchzählen. Für die Helligkeit gibt es eine eigene Reihenfolge. Vom hellsten zum dunkelsten Ton sieht sie beim klassischen Farbring so aus:

B1 – A1 – B2 – D2 – A2 – C1 – C2 – D4 – A3 – D3 – B3 – A3,5 – B4 – C3 – A4 – C4

B1 und A1 gehören damit zu den hellsten natürlichen Zahnfarben. Wirkt A1 bei Ihnen dennoch „zu dunkel“, liegt das häufig an Licht, Hautton oder dem Vergleich mit sehr hellen Restaurationen. Für besonders helle Ergebnisse nach einem Bleaching gibt es zusätzliche Bleaching-Farbstufen, die heller als die natürlichen Töne sind.

WARUM ZÄHNE NICHT WEISS SIND – UND SICH VERFÄRBEN

Die Zahnfarbe entsteht vor allem durch das Dentin, das durch den leicht durchscheinenden Zahnschmelz hindurchschimmert. Je dünner der Schmelz, desto stärker tritt der gelbliche Ton des Dentins hervor. Welche Farbe Ihre Zähne haben, ist deshalb zu einem großen Teil genetisch bedingt.

Im Laufe des Lebens verändert sich die Zahnfarbe. Typische Ursachen sind:

  • Abnutzung des Zahnschmelzes mit zunehmendem Alter
  • Farbstoffe aus Kaffee, Tee und Rotwein
  • Rauchen
  • Ablagerungen bei unzureichender Mundhygiene
  • bestimmte Medikamente

Auch Erkrankungen können die Farbe verändern: Weiße Flecken im Schmelz können ein frühes Zeichen von Karies sein, und ein abgestorbener Zahnnerv lässt einen Zahn oft gräulich erscheinen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Zahnverfärbungen: Ursachen und Behandlung.

WIE WIRD DIE ZAHNFARBE BESTIMMT?

Visuell mit dem Farbring

Bei der klassischen Methode hält die Zahnärztin oder der Zahnarzt kleine Farbmuster neben Ihre Zähne. Zuerst wird der Grundton (Buchstabe) bestimmt, danach die Feinabstufung (Zahl). Die Methode ist bewährt, aber etwas subjektiv: Lichttemperatur, Einfallswinkel des Lichts und der Zustand der Zähne beeinflussen, wie eine Farbe wahrgenommen wird. Deshalb wird möglichst bei neutralem Tageslicht und an feuchten Zähnen gemessen.

Digital mit dem Farbmessgerät

Präziser ist die digitale Farbbestimmung mit einem speziellen Messgerät. Es strahlt definiertes Licht in den Zahn und analysiert das reflektierte Licht. So lässt sich die Zahnfarbe unabhängig von der Umgebung und objektiv bestimmen – und meist schneller als mit dem Farbring.

Können Sie Ihre Zahnfarbe selbst bestimmen?

Mit Farbtabellen aus dem Internet lässt sich die Zahnfarbe nur grob einschätzen, weil Bildschirme Farben unterschiedlich darstellen. Für eine verlässliche Bestimmung – etwa vor einem Bleaching – sollte die Farbe in der Praxis gemessen werden.

WELCHE ZAHNFARBE PASST ZU MIR?

Die „schönste“ Zahnfarbe gibt es nicht. Ziel sollte ein Ergebnis sein, das natürlich wirkt und zu Hautton, Augenfarbe und Alter passt. Extrem weiße Zähne sehen schnell künstlich aus, vor allem neben einem dunkleren Teint. Eine Aufhellung um einige Stufen innerhalb Ihres Grundtons führt meist zu einem frischen, aber stimmigen Ergebnis.

Wichtig: Füllungen, Kronen und Veneers hellen beim Bleaching nicht mit auf. Wer solche Versorgungen im sichtbaren Bereich hat, sollte die Zielfarbe vorher mit uns abstimmen – mehr dazu im Beitrag Zahnbleaching trotz Füllung.

UM WIE VIELE NUANCEN LASSEN SICH ZÄHNE AUFHELLEN?

Wie stark sich Zähne aufhellen lassen, hängt von der Ausgangsfarbe und der Ursache der Verfärbung ab. Gelbliche und bräunliche Töne sprechen in der Regel gut auf ein Bleaching an, gräuliche Verfärbungen oft weniger. Häufig ist eine Aufhellung um mehrere Farbstufen möglich. Wie viel bei Ihnen realistisch ist, können wir nach der Farbbestimmung und einer Untersuchung Ihrer Zähne einschätzen.

Vor jedem Bleaching steht deshalb eine gründliche Untersuchung, häufig kombiniert mit einer professionellen Zahnreinigung, damit Beläge entfernt sind und die Ausgangsfarbe korrekt bestimmt werden kann.

Gerne beraten wir vom MundWerk im ALEXA, Ihre Zahnärzte in Berlin-Mitte, Sie zu Ihren Möglichkeiten – vereinbaren Sie einen Termin zur Farbbestimmung und Beratung zum Bleaching in Berlin-Mitte.

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