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Durch Schnuller Zahnfehlstellungen – stimmt das?

Beinahe jedes Baby bzw. Kleinkind bekommt zu einem bestimmten Zeitpunkt in ganz jungen Jahren einen Schnuller in den Mund. Und das macht auch Sinn, schließlich befriedigt der Schnuller den Saugreflex von kleinen Kindern und dient deren Beruhigung. Sie haben also dieselbe Wirkung wie das Daumennuckeln oder die Brust der Mutter.

Doch sollten Schnuller nicht zu lange im Einsatz sein, denn wenn die ersten Zähne durchbrechen, kann durch den Nuckel eine Fehlstellung entstehen. So sagt man sich zumindest. Doch ist da wirklich etwas dran? Wir von der Kinderzahnarzt Praxis MundWerk in Berlin klären Sie auf!

Wie funktioniert der Schnuller?

 

Bevor darauf eingegangen wird, ob, und wenn ja, wie der Schnuller die Zähne deformiert, werfen wir einen genaueren Blick auf den Beruhigungssauger. Der Beruhigungssauger besteht in der Regel aus zwei Teilen – dem Saugteil und dem festen Stück außerhalb des Mundes. Der Sauger ist der Bestandteil des Schnullers, an dem das Kleinkind nuckelt. Es besteht meist aus Silikon oder Latex.

Der Sauger hat in erster Linie die Funktion der Beruhigung. Ein Baby hat von Natur aus einen Saugreflex. Kann es den nicht befriedigen, wird es unruhig und kann schließlich das Weinen beginnen. Gerne bringen Eltern den beruhigenden Sauger am Abend zum Einsatz, wenn das Kind schlafen soll.

Mehrzahl aller Zahndeformationen entsteht durch Fehlverhalten im Kleinkindalter

 

Doch ist die Beruhigungshilfe tatsächlich mit Vorsicht zu genießen. Denn es stimmt, dass durch den zu häufigen Einsatz von Schnullern das Kind eine Zahnfehlstellung entwickeln kann.

Durch den Nuckel wird konstant Druck auf die wachsenden Milchzähne ausgeübt, der bei weit mehr als der Hälfte aller Zahnfehlstellungen die Ursache darstellt. Wenn die Zähne dabei sind durchzubrechen, drücken sie unweigerlich gegen das Silikon bzw. Latex.

Dieses gibt zunächst nach, doch letztendlich stoßen die Zähne hierbei auf einen Widerstand. Die Zähne werden dadurch immer wieder zurückgedrückt, weshalb diese versuchen, am Widerstand vorbei zu wachsen. Eine Zahnfehlstellung durch Schnuller entsteht, und auch eine Kieferfehlstellung ist möglich.

Mögliche Zahnfehlstellungen durch Schnuller-Nutzung:

Offener Biss: Die Schneidezähne und die unteren Zähne schließen nicht bei zusammengebissenen Zähnen. Es ist eine sichtbare Lücke im vorderen Zahnbereich vorhanden. Es ist die häufigste Zahndeformation durch Schnuller-Nutzung

  • Seitlicher Kreuzbiss: Hierbei stehen die Backenzähne wortwörtlich über Kreuz. Die oberen seitlichen Zähne stehen zu weit innen, die unteren hingegen zu weit außen
  • Überbiss: Die oberen Zähne lagern weit über den Zähnen des unteren Kiefers. Zwar ist ein leichter Überbiss normal (das sogenannte Scherengebiss), doch kann das Schnullern die Überlagerung bis zur Anomalität steigern
  • Vorstehende Eckzähne: Durch das Schnullern kann es auch passieren, dass die Eckzähne des oberen Kiefers über die des Unterkiefers hinaus stehen.
  • Verschobene Backenzähne: Ebenso ist es möglich, dass sich die Backenzähne unnatürlich anlagern

Mein Kind weist erste Zahnfehlstellungen auf – ist es zu spät, etwas zu unternehmen?

 

Am besten ist es, wenn Sie Ihrem Kind den Schnuller abgewöhnen, sobald die ersten Zähne durchbrechen. Es ist aber auch möglich, den kleinen Begleiter nur zeitweise zum Einsatz zu bringen. Zum Beispiel, wenn Ihr Kind ins Bett gebracht wird. Spätestens in einem Alter von zwei, allerhöchstens in einem Alter von drei Jahren sollte das stetige Schullern gänzlich abgewöhnt werden.

Schnullern führt nicht unmittelbar zur fehlerhaften Anordnung der Zähne. Es ist aber durchaus möglich, dass bis zum Alter von zwei bis drei Jahren, bei dauerhafter Nutzung, Ihr Kind bereits erste Anzeichen einer Zahnfehlstellung aufweist.

Verzagen Sie dann nicht, eine Fehlstellung, der zu dem Zeitpunkt konsequent entgegengewirkt wird, wird sich in der Regel von alleine korrigieren oder merklich zurückentwickeln. Sie sollten aber auf jeden Fall konsequent bleiben und den Schnuller nachhaltig aus dem Alltag Ihres Kindes heraushalten.

Wie gewöhnt man dem Kind den Schnuller ab?

 

In vielen Fällen hört das Kind irgendwann von alleine auf, nuckeln zu wollen und man muss gar nicht groß den Schnuller abgewöhnen. Dies hat zum einen damit zu tun, dass mit Aufkommen der Zähne der Saugreflex vom Kaureflex abgelöst wird. Zudem wird das Kind älter und empfindet den Schnuller mit fortschreitendem Jahren oft als peinlich. Doch kann es sein, dass Ihr Kind auch im fortgeschrittenen Kleinkindalter noch am Schnullern ist.

Wir haben hier einige Tipps für Sie, wie es mit der Schnuller-Entwöhnung funktionieren kann:

  • Feste Rituale: Schnuller nur kurz zu festen Zeiten einsetzen
  • Kleine Geschenke als Ansporn: Die Schnullerfee als Pendant zur Zahnfee
  • Mit positivem Gefühl gegen Schnullern: Überschwänglich loben, wenn das Kind den Schnuller ablegt
  • Der Schnullerbaum: Den Schnuller offiziell am Schnullerbaum verabschieden – eine dänische Tradition, die in Deutschland immer bekannter wird

Mit diesen Tipps klappt es bestimmt, dem Kind den Schnuller abzugewöhnen. Dann steht gesunden Zähnen fast nichts mehr im Wege. Kombiniert mit einer regelmäßigen Kontrolle beim Kinder-Zahnarzt bleiben die Milchzähne im Top-Zustand und bilden eine perfekte Grundlage für spätere gesunde Zähne.

Machen Sie gleich einen Termin in der Kinderzahnarzt-Praxis MundWerk im Alexa – online oder telefonisch! Rufen Sie an: 030 / 2345 9651

Mit uns bleiben die Zähne Ihres Kindes: ganz.schön.gesund